Silvaner

// Homburg Gössenheim

Trockenbeerenauslese edelsüß
Jahrgang: 2015
Herkunft: Franken
6,5 % Vol.
Vegan

70,00 

186,67  / l

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Silvaner
Edelsüß, Trockenbeerenauslese
Something sweet and extraordinary!

Verkostung

Im Duft getrocknete gelbe Früchte, wie Aprikose und Pfirsich, Honig, reife Feige und gelbe Birne. Am Gaumen Fruchtaromen getrockneter Aprikose, Pfirsich, Feige und Rosinen mit extrem langem, intensivem Nachhall. Die perfekt eingebundene Säure macht die TBA frisch und lebendig.

Rebsorte

Der gebürtige Österreicher, hat erst in Deutschland sein volles Potenzial entwickelt – vor allem in unserer Region, denn wir sind seit 1659 die Silvaner-Heimat schlechthin. Und man kann wagen zu behaupten, dass keiner auf der Welt diese Rebsorte so gut beherrscht wie wir Franken. Silvaner-Weine haben von Natur aus eine weniger ausgeprägte Frucht als beispielsweise der Riesling, spiegeln aber genau wie dieser ihr individuelles Terroir–sprich: ihre Herkunft in herausragender Weise wider. Solche Weine erzählen eine ganz individuelle Geschichte im Glas und das macht den Silvaner so spannend. Insgesamt 8 Hektar in vier verschiedenen Lagen haben wir derzeit damit bestockt und bieten so einen weit gefächerten Silvaner-Schwerpunkt in unserem Sortiment – vom Alltagswein bis zum absoluten Spitzengewächs.

Herkunft

Namenspatron der Lage Homburg in Gössenheim ist die zweitgrößte Burgruine Deutschlands inmitten der bedeutendsten Naturschutzgebiete Europas. Die Böden sind mit kleinen Splittern des Wellenkalkes durchsetzt und mit Lösslehm gemischt. Die Rebhänge sind nach Süden geneigt und haben eine Hangneigung zwischen 25 und 50 %. In Gössenheim liegen knapp 70 % unserer Weinberge.

An- und Ausbau

Für unsere edelsüßen Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen lassen wir ein paar Reihen extra länger am Stock reifen. Die Beerenhaut wird vom Botrytispilz befallen und durchlässiger. Bei diesem Befall vollreifer Trauben kurz vor der Ernte, spricht man von Edelfäule und einer Qualitätssteigerung. Scheint dann über mehrere Tage die Sonne, verdunstet das Wasser aus der Beerenhaut. Der Zucker und alle Inhaltsstoffe konzentrieren sich. Die Beere schrumpft zusammen wie eine Rosine, woher auch die Aromen von Dörrobst kommen. Je mehr die Beeren eingetrocknet sind, desto höher ist die Süße. Bei der Lese ernten wir die noch grünen gesunden Beeren extra, die eingetrockneten Trauben tragen wir aus dem Weinberg, dann beginnt die Sortierung am Tisch. Eimer für Eimer werden die Beeren vom Stil getrennt und je nach Eintrocknungsgrad in verschiedene Behälter verlesen, um so die seltenen Prädikate Auslese, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese zu gewinnen. Viele Stunden Mehrarbeit, oft mehr als die eigentliche Ernte, sind hierzu nötig. Durch die eingetrockneten Beeren ist die Ausbeute sehr gering, oft nur 50 bis 100 Liter, selten mehrere hundert Liter. Im Kelterhaus angekommen werden die Trauben eingestampft und im Kühlhaus über mehrere Tage gelagert, so löst der wenige Saft den Zucker und die Inhaltsstoffe aus der Beerenhaut heraus. Erst jetzt wird gepresst, meist auf der kleinen Spezialpresse die wir genau für solche Zwecke angeschafft haben. Ist der dickflüssige, sirupartige Saft filtriert, starten wir die Gärung mit ausgewählten Reinzuchthefen. Täglich messen und probieren wir den Wein, bis die perfekte Ballance zwischen Süße und Säure auf unsere Zunge trifft. Dann stoppen wir die Gärung. Jetzt ruht der Wein in sich und klärt sich weitestgehend von selbst. Bevor wir im Frühjahr die Weine in die kleinen Flaschen abfüllen, filtrieren wir mit einem Spezialgerät, denn hier ist jeder Tropfen kostbar!

Lagerung

Süßweine sind sehr konzentriert und somit für die Ewigkeit bestimmt. Viele Jahrzehnte kann dieser Wein gelagert werden.

Im Glas

Wir empfehlen eine Trinktemperatur von 10-12°C, gerne im Weißweinglas mit schmalem Hals. Die süße Kühle des Weines wird mit Sie mit etwas mehr Luft einfach verzaubern.

Informationen

Essempfehlung

Einfach „solo“ genießen–dieser Wein ist flüssiges Gold! Die perfekte Ergänzung zum Pfirsich-Sorbet mit Bitterschokolade an lauwarmem Feigentörtchen mit Mürbteigboden. Crème Brûlée von der Tonkabohne mit Feigen-Chutney. Aber auch zu kräftigem Schimmelkäse wie Roquefort, Stílton, Gorgonzola.

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